Energetische Gebäudestandards

Die Entwicklung der Energiestandards hat sich in den letzen Jahren wie folgt entwickelt:

energieschema.gif

Niedrigenergiehäuser waren mit ihrem jährlichen Primärenergiebedarf so definiert, dass dieser ca. 25-30% unter der alten WSVO 95 lag. Je nach Auslegung der Haustechnik-Komponenten liegt der jährliche Primärenergiebedarf zwischen 100 und 140 kWh(m²/a).

KfW-60-Häuser sind definiert mit einem Primärenergiebedarf von 60 kWh/(m²a) nach EnEV-Berechnung.

KfW-40-Häuser haben entsprechend einen Primärenergiebedarf von 40 kWh/(m²a) nach EnEV-Berechnung.

Passivhäuser zeichnen sich durch eine hochwertige Gebäudehülle in Verbindung mit effizienter Lüftungstechnik incl. Wärmerückgewinnung aus, wodurch es möglich ist, die Heizenergie fast vollständig aus passiven solaren Gewinnen zu decken.

Die Heizwärmelast ist so gering, dass es möglich ist, auf konventionelle Heizsysteme ganz zu verzichten. Passivhäuser haben einen Heizwärmebedarf (Bezug auf die beheizte Wohnfläche) von 15 kWh/(m²/a) bei einem Primärenergiebedarf von 20-40 kWh/(m²/a).

Die U-Werte verschiedener energetischer Gebäudestandards stellen sich vereinfacht folgendermaßen dar:

 WSVO 95 EnEV* KfW-60* KfW-40* Passivhaus
  U U U U U
  kWh/(m²K) kWh/(m²K) kWh/(m²K) kWh/(m²K)kWh/(m²K)
Wände 0,4 - 0,6 0,25 - 0,5 0,15 - 0,30 0,10 - 0,25< 0,16
Dach0,3 - 0,5 0,20 - 0,4 0,15 - 0,25 0,10 - 0,20< 0,15
Grund 0,4 - 0,5 0,25 - 0,4 0,20 - 0,30 0,15 - 0,25< 0,16
Fenster 1,3 - 1,8 1,2 - 1,4 1,2 - 1,4 0,7 - 1,2 <0,80
Lüftung 1 1 / 2 / 3 2 / 3 3 3
  Lüftung: freie Lüftung (1), kontrollierte Lüftung (2), Abluftwärmerückgewinnung (3)
* Differenzen in Abhängigkeit von der Haustechnik